Anne Frank … und die Mädchen von Zimmer 28 | Theresienstadt

Bildung und Qualifizierung

Datum und Uhrzeit

27.03.2026, 17:00 - 19:00 Uhr

Termin speichern

Veranstaltungsort

eli.ja - Kirche der Jugend Saarbrücken
Hellwigstr. 15
66121 Saarbrücken
Ort auf Karte anzeigen

Ansprechperson

Michael Federkeil
E-Mail: michael.federkeil@bgv-trier.de
Mobil: 0151/1513 71 33

Status

Freie Plätze buchbar

Anmeldung möglich bis

27.03.2026, 17:00 Uhr

Titelbild zur Veranstaltung Anne Frank … und die Mädchen von Zimmer 28 | Theresienstadt

Eine musikalische Lesung aus den Tagebüchern von Helga Pollak und Anne Frank

Die musikalische Lesung von Katrin Saegner wird am Freitag, den 27. März 2026 um 17:00 Uhr in der Kirche der Jugend eli.ja in Saarbrücken bereits zum zweiten Mal aufgeführt. Gestaltet wird die Darbietung von Jugendlichen aus dem Chor „JungeStimmmen“ unter der Leitung von Katrin Saegner (Piano) in Begleitung von Raphael Luig an der Bratsche.

Was verbindet Anne Frank und die Mädchen von Zimmer 28 in Theresienstadt … außer, dass sie etwa gleichen Alters, weiblichen Geschlechts, jüdischen Glaubens … nicht arischer Herkunft waren? Außer dem gemeinsamen Schicksal, verfolgt, ausgegrenzt, verfrachtet … am Ende getötet zu werden? Gemeinsam waren ihnen auch ihre Fragen nach dem Leben, nach dem Sinn, nach der Hoffnung … auch nach den ganz alltäglichen Dingen des Zusammenlebens … festgehalten in Tagebüchern, Briefen, Gedichten …

Im Zimmer 28 des Gebäudes L410 lebten zwischen 1942 und 1944 etwa fünfzig Mädchen im Alter von 12 bis 14 Jahren auf engstem Raum zusammen. L410 – Längsstraße 4 Nr.10 – war die Bezeichnung für das Mädchenheim am Hauptplatz des Ghettos Theresienstadt. Immer wieder mussten Mädchen aus ihren Reihen zum gefürchteten Transport nach Osten in die Vernichtungslager antreten. Den Platz der deportierten Mädchen nahmen neue ein, bis auch sie dasselbe Schicksal traf. Die Deportationen nach Auschwitz und in andere Vernichtungslager zerrissen immer wieder aufs Neue die Gemeinschaft … die entstandenen Freundschaften. Dem Schicksal dieser Mädchen ist die Berliner Autorin Hannelore Brenner nachgegangen; entstanden ist das Buch „Die Mädchen von Zimmer 28. Freundschaft, Hoffnung und Überleben in Theresienstadt“: … eine Sammlung von Erinnerungen, Briefen, Tagebucheinträgen …, die in einzigartiger Weise „Authentizität und Objektivität atmet“.

„Die Mädchen von Zimmer 28“, das im vergangenen Jahr in einer Neufassung erschien, ist nicht nur ein Buch, sondern auch das Grundelement des jüdisch-deutschen Room 28 Erinnerungs- und Bildungsprojekts, mitgetragen vom Verein Room 28 e.V. Helga Kinsky, geb. Pollak ist eines der Mädchen von Zimmer 28. Sie überlebte das Ghetto Theresienstadt. Ihr Tagebuch aus den Jahren 1943 bis 1944 wurde 2014 unter dem Titel „Mein Theresienstädter Tagebauch 1943 – 1944“ veröffentlicht. Für Hannelore Brenner spielten diese Aufzeichnungen bereits in ihrem Buch „Die Mädchen von Zimmer 28“ aus dem Jahr 2004 eine wichtige Rolle.

Katrin Saegner zitiert in ihrer musikalischen Lesung Passagen aus dem Tagebuch von Helga Pollak und stellt ihnen Auszüge aus dem Tagebuch der Anne Frank gegenüber. „Anne Frank … und die Mädchen von Zimmer 28 | Theresienstadt“ lässt so den Eindruck einer Verwandtschaft zweier Menschen entstehen, die sich nie begegnet sind, sich nie kennengelernt haben – und sich doch so ähnlich sind: in der Ernsthaftigkeit sich selbst und anderen gegenüber, im Tiefgang ihrer Gedanken … und in ihrer Sehnsucht nach dem Leben … nach dem Leben in Freiheit.

Veranstalter*in

Fachstelle Jugend im VB Saarbrücken

Zielgruppe

  • Jugendliche und Erwachsene